Toccata marina

OP.17

Toccata marina

2013

Originalkompositionen

Nr. 1a für Orgel
(2013) [3:50]
LMB-OP-017-01-A-2013

Nr. 1b für Klavier (oder Cembalo) mit Pedal
(2017) [3:50]
LMB-OP-017-01-B-2013

Besetzung: für Tasteninstrumente
Widmung: Hans Stockmeier, Organist der Maximilianskirche – München
Erste Ausführung | Interpreten: Nr.1 a:1.11.2013 – Maximilianskirche in München – Hans Stockmeier, Orgel 
Weitere Aufführungen:
2015 – Peterskirche in München – Paolo Oreni, Orgel | 2017 – Martinskirche Stuttgart – Gabriele Marinoni, Orgel | 2018 – Marienkirche Lübeck – Johannes Unger, Orgel |15.08. 2018 – Dom zu Alghero – Giovanni Solinas, Orgel | 2018 – Philharmonie Madrid – Johannes Unger, Orgel | 2018 – Michaelskirche München – Johannes Unger, Orgel | 2019 – 2020 – Kirche S.Maria della Salute in Venedig – Paola Talamini, Orgel| 10.10.2020  Maximilianskirche in MünchenKonstantin Esterl, Orgel
Edition: Benaglia-Edition
Beschreibung: Dieses Orgelstück mit dem Titel „Toccata Marina“ wurde anlässlich der Taufe meiner Tochter Marina als Nachspiel zur Heiligen Messe geschrieben, in der die Taufliturgie stattfand.

Das Substantiv „Marina“ in der italienischen Sprache ist nicht nur ein Eigenname, sondern definiert auch einen Ort in der Nähe des Meeres, oder sogar, in der Malerei, ein Gemälde, das eine Meereslandschaft darstellt. Darüber hinaus qualifiziert das Adjektiv marine ein weibliches Substantiv, das mit dem Meer zu tun hat. So entstand die Idee einer „Toccata marina“, d.h. eines Orgelstücks, das dem Meer und gleichzeitig, dank des Wortspiels, auch meiner Tochter gewidmet ist.

Ich war von der letzten Fährfahrt zwischen Olbia und Livorno inspiriert, als ich von den Sommerferien zurückkehrte, die ich mit meiner Familie auf Sardinien verbracht hatte. Die See war rau (daher auch das Zitat in der Zeit des Liedes), der Wind peitschte gelegentlich heftig wie eine Peitsche und das Meerwasser stieg gelegentlich in Form von Schaumspritzern bis zur Brücke. Diese Bilder und die mit ihnen verbundenen Gefühle waren die Inspiration für dieses Werk. Die Toccata liegt in ABAC-Form vor (dann fiel mir zufällig auf, dass diese Abkürzung im Italienischen wie eine Widmung an den größten Orgelkomponisten aller Zeiten klingt).

Die A-Stimmen zeichnen sich durch aufsteigende Formationen aus, die zwar rhythmisch im Sestin ausgeführt werden sollen, technisch jedoch in Gruppen von drei Noten präsentiert werden, die abwechselnd mit der linken und rechten Hand gespielt werden. Die daraus resultierende Bewegung der Arme verleiht dem Stück auch physisch eine wellenförmige Bewegung in direktem Zusammenhang mit dem Titel. Teil B wird stattdessen durch das Peitschen der Akkorde der rechten Hand (des Windes) charakterisiert, was sich am kontinuierlichen Rauschen der linken Hand und der dramatischen Progression des Pedals ablesen lässt. Teil C, weniger dramatisch als Teil B, versucht, das sichere und ruhige Gleiten des Schiffes auf der rauen See und im ungestümen Wind auszudrücken. Das Stück schließt dann mit einer sehr kurzen Coda, in der die drei Sestinenmodelle, die in den verschiedenen Teilen des Stückes verwendet wurden, kurz neu positioniert werden.

Von wenigen Takten abgesehen, sind die Formationen in Sestin vom Anfang bis zum Ende kontinuierlich und ununterbrochen, so wie die Wellen, die nacheinander am Ufer brechen, unerbittlich sind.

Die Dynamik ist recht einfach und mit gut definierten Klangblöcken auf den beiden Klaviaturen und auf dem Pedalbrett, mit einem kontinuierlichen Crescendo von Anfang bis Ende.

Bei der Aufführung auf einem Instrument mit reduziertem Pedalbrett und einem einzigen Manual überlasse ich es dem Interpreten, die linke Hand in die untere Oktave zu transponieren und bei Bedarf zum Pedal zurückzukehren, wie es sein künstlerisches Empfinden nahelegt.

(vom Vorwort bis zur Ausgabe)

 

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